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Autor
Jan Bührig

Solitär: Mehr als nur ein Kartenspiel

Auf den ersten Blick mag Solitär wie ein einfaches Kartenspiel erscheinen. Man spielt die bekannte “Klondike”-Variante mit 52 Karten eines französischen Decks. Davon sind 28 Karten auf 7 Stapeln auf dem Spielfeld verteilt. Die übrigen Spielkarten liegen auf dem Talon-Stapel. Ziel ist, alle Karten auf 4 Ablagestapeln zu verteilen. Diese beginnen mit dem Ass und werden dann in der Farbe des jeweiligen Asses in aufsteigender Reihenfolge bis zum König aufgebaut. Um an die richtigen Karten für die 4 Ass-Stapel heranzukommen, müssen die Kartenstapel auf dem Spielfeld umgeschichtet werden. Das funktioniert dort nur in absteigender Reihenfolge und in abwechselnder Farbe. Ist auf dem Spielfeld kein Zug mehr möglich, muss der Talon Stapel auf der Suche nach fehlenden Karten durchgeblättert werden. Das Spiel ist gewonnen, wenn alle Karten auf den Ass-Stapeln liegen. Klingt erstmal kein bisschen nach einer Rechenaufgabe. Doch hinter der scheinbar unkomplizierten Fassade verbirgt sich tatsächlich eine mathematische Komplexität. Solitär, insbesondere „Klondike“, ist in vielerlei Hinsicht ein mathematisches Puzzle, dessen Spielabläufe durch Wahrscheinlichkeiten und Algorithmen beschrieben werden können. Doch wie viel Mathematik steckt tatsächlich hinter diesem Kartenspiel?

Lust auf Online-Solitär?

Auch jenseits der mathematischen Komponente hält Solitär auf dem Playground von DER SPIEGEL zahlreiche Herausforderungen bereit. Sie spielen mit einem Punktekonto, das sich gnadenlos leert, wann immer Sie einen Zug rückgängig machen oder den Talon-Stapel umdrehen müssen. Zudem sitzt Ihnen ein Timer im Nacken, der jede Sekunde festhält, die Sie benötigen, um das Spiel zu beginnen. Nicht zu vergessen, all Ihre Spielzüge werden gezählt! So erhalten Sie am Ende jeder Runde eine genaue Statistik, über Ihren Punktestand, die benötigte Zeit und die Anzahl der benötigten Spielzüge. Wird es Ihnen gelingen, Ihre Leistung mit jedem Spiel zu verbessern? Finden Sie es heraus und spielen Sie Solitär kostenlos und ohne Download auf DER SPIEGEL.

Ist Solitär immer lösbar?

Eine der größten Fragen bei Solitär ist: “Wie wahrscheinlich es ist, ein Spiel zu gewinnen?” Obwohl die Regeln von Klondike einfach erscheinen, hat das Spiel eine so hohe Anzahl möglicher Spielabfolgen, dass es unmöglich ist, sie alle im Kopf zu behalten. Schätzungen zufolge liegt die Gewinnwahrscheinlichkeit eines durchschnittlichen Klondike-Spiels bei etwa 30 %, wenn man rein zufällig spielt, und bei 50 % bis 80 %, wenn man strategisch spielt und alle verfügbaren Informationen nutzt. Solitär ist demnach keineswegs immer lösbar. 

Dieses „Ungewissheitsmoment“ macht das Spiel zu einer spannenden Herausforderung. Solitär-Spieler müssen ständig Entscheidungen treffen – etwa, welche Karte sie zuerst bewegen sollen, oder ob sie riskieren, eine Karte aus dem Stapel zu nehmen. Diese Entscheidungen basieren oft auf Wahrscheinlichkeiten: Welche Karte könnte als Nächstes kommen? Sollte ich eine Karte aufdecken oder besser abwarten?

Wovon hängt die Lösbarkeit von Solitär ab?

Selbst wenn der größte Solitär-Profi am Werk ist, kann es sein, dass ein Spiel einfach nicht gewonnen werden kann. In 10 bis 20 % der Spiele ist das der Fall und hängt von der zufälligen Verteilung der Karten ab. Wenn die Asse ganz unten in den Tableau-Stapeln liegen, sinkt die Chance, das Spiel gewinnen zu können rapide, denn dann keine Karten auf die Ablagestapel wandern und blockieren die Spielzüge auf dem Tableau, bzw. dem Spielfeld. Das Spiel erfordert, dass die Karten auf dem Tableau in abwechselnder Farbe abgelegt werden, was eine zusätzliche Schwierigkeit darstellt. Wenn die benötigten Karten nicht verfügbar sind, besteht keine Chance, auf dem Tableau Karten zu bewegen. Manchmal hilft nur, ein neues Spiel zu beginnen. 

Wie Solitär auch Experten an ihre Grenzen bringt

In der Informatik spielt Solitär ebenfalls eine wichtige Rolle. Es gibt zahlreiche Algorithmen, die versuchen, Solitärspiele zu „lösen“ – also den optimalen Zug in jeder Spielsituation zu finden. FreeCell, eine weitere bekannte Solitärvariante, ist sogar vollständig lösbar, da jedes Spiel (bis auf wenige Ausnahmen) mit der richtigen Strategie gewonnen werden kann. Für viele Mathematiker und Informatiker ist es eine knifflige Herausforderung, diese Algorithmen zu entwickeln und zu optimieren. Nehmen Sie es sich also nicht zu Herzen, wenn Sie mal an einer Runde Solitär scheitern, denn das kann sogar den Experten passieren.

Ein anderes Beispiel ist die Variante „Spider Solitär“. Im Gegensatz zu Klondike erfordert Spider-Solitär noch mehr strategisches Denken und Vorausplanung. Es wird mit der doppelten Anzahl an Karten gespielt. Hier müssen Spieler nicht nur auf einzelne Züge achten, sondern das gesamte Spielfeld im Blick behalten und langfristige Strategien entwickeln, um das Spiel zu gewinnen. Die Komplexität dieser Entscheidungen erinnert an Schach, ein Spiel, das ebenfalls ein hohes Maß an logischem Denken und regelmäßiger Übung erfordert. Je nachdem mit wie vielen Farben Spider Solitär gespielt wird, steigt die Komplexität. Experten schätzen, dass einfarbiges Spider Solitär zu 90 % lösbar ist. Spielt man es mit 2 Farben, sinkt die Gewinnchance auf 50 bis 70 %. Spielt man es mit allen 4 Farben, also mit Pik, Kreuz, Karo und Herz, seien nur noch 10 % der Spiele lösbar.

Bereit für Solitär?

Auf DER SPIEGEL kostenlos Solitär online zu spielen ist der perfekte Zeitvertreib. Es entspannt, trainiert den Kopf und sagt jeder Form von Langeweile den Kampf an. Dass sich die Spielweise über Jahrhunderte durchgesetzt hat und immer noch beliebt ist, verrät schon alles. Vergessen Sie nicht, die Reihenfolge der Karten zu beachten. Absteigende Reihenfolge und abwechselnde Farbe auf dem Tableau und aufsteigende Reihenfolge und gleiche Farbe auf den Ass Stapeln! Wenn es mal zu knifflig wird, verrät der Hilfe-Button den nächstbesten Spielzug. Der Zurück-Button lässt Sie verschiedene Lösungswege austesten. Aber Achtung, der Zurück-Button kostet Punkte! Zeigen Sie, was Sie können und starten Sie ein neues Spiel Solitär im Browser!

Solitär ist auch ein Spiel für Mathe-Fans

Auch ein einfaches Kartenspiel kann vielschichtig und komplex sein. Es kombiniert das Zufallselement – die Reihenfolge der Karten – mit strategischen Entscheidungen der Spieler, was es zu einer perfekten Mischung aus Glück und logischem Denken macht. Und genau diese Kombination macht Solitär zu einem der interessantesten Kartenspiele überhaupt. Sowohl Freunde des entspannten Zeitvertreibs als auch des kniffligen Denksports finden in Solitär stets die perfekte Beschäftigung für Zwischendurch.

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